Mit Pinterest Geld verdienen heißt fast immer: Du verdienst nicht von Pinterest, sondern über Pinterest. Einnahmen kommen laut Plattform aus Affiliate-Links, Produkt-Tags, Markenpartnerschaften oder Traffic auf deinen Blog und Shop. Pinterest ist selbst nicht Teil der Affiliate-Vereinbarungen. Ein festes Einkommen ist nicht zugesagt, der Aufbau dauert.
Hinweis: Mit * markierte Links sind Werbelinks: Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht. Dieser Beitrag ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Pinterest Geld verdienen: So funktioniert es
Pinterest funktioniert anders als klassische soziale Netzwerke. Viele Menschen nutzen Pinterest wie eine visuelle Suchmaschine: Sie suchen nach Ideen, pinnen Fundstücke auf ihre Boards und klicken auf Inhalte, die für sie relevant sind. Deshalb zählen passende Keywords in Titel und Beschreibung, und ein Pin kann auch dann Klicks bringen, wenn du keine große Follower-Zahl hast. Für alle, die mit Pinterest online Geld verdienen möchten, nennt die Plattform in der eigenen Anleitung vier Wege, um Geld zu verdienen:
| Weg | So verdienst du Geld | Was du brauchst |
|---|---|---|
| Traffic auf eigene Seiten | Anzeigen, Abos oder Verkäufe auf Blog und Shop | eigene Website oder Online-Shop |
| Affiliate-Links | Provision bei Kauf über deinen Pin | Partnerprogramm oder Netzwerk |
| Produkt-Tags | Produkte im Bereich „Shop the Look“ verlinken | passende Pins, kombinierbar mit Affiliate-Links |
| Markenpartnerschaften | Marken zahlen für beworbene Inhalte | Reichweite, kostenloses Unternehmensprofil |
Für Einsteiger ist der erste Weg oft der robusteste: Der Pin bringt Besucher auf eine Seite, die dir gehört. Dort kannst du Produkte verkaufen, Dienstleistungen anbieten oder Leser für einen Newsletter gewinnen. Wie das zusammenspielt, zeigt der Beitrag Content-Marketing.
Affiliate-Links auf Pinterest richtig nutzen
Du erstellst einen normalen Pin und trägst statt der üblichen Ziel-URL deinen eindeutigen Affiliate-Link ein. Kauft jemand über diesen Link, bekommst du eine Provision. Die Höhe hängt von den Bedingungen des Händlers oder Programms ab. Pinterest nennt als offizielle Partner Rakuten, LTK, ShopStyle und Amazon Associates US. Prüfe selbst, welches Programm für dich in Österreich offen ist und ob es Pinterest als Werbefläche erlaubt. Die Grundlagen stehen im Beitrag Affiliate-Marketing Grundlagen.
Für Affiliate-Pins gelten klare Regeln von Pinterest:
- Grundsätzlich nur ein Pinterest-Konto betreiben, das deine echte Präsenz ist
- Inhalte original gestalten und echten Mehrwert bieten
- Den kommerziellen Charakter offenlegen
- Keine Fake-Konten, keine Absprachen zum gegenseitigen Speichern
- Affiliate-Pins nicht wiederholt oder in großen Mengen erstellen
- Links regelmäßig prüfen, manche Kurz-URLs werden nicht unterstützt
Die häufig beworbene Methode, massenhaft Pins mit KI zu erstellen und zu planen, passt also schlecht zu diesen Regeln. Auch dein Konto ist kein Eigentum: Bei Verstößen hängt deine Einnahmequelle an der Plattform.
Schritt für Schritt: Pins erstellen, die Klicks bringen
- Nische wählen: Pinterest passt gut zu visuellen Themen wie Einrichtung, DIY, Rezepte, Mode oder Reisen. In anderen Bereichen ist die Nachfrage oft kleiner, das solltest du vorher in der Suche prüfen.
- Unternehmensprofil anlegen: Es ist kostenlos und für das Tool für bezahlte Partnerschaften nötig.
- Keyword-Recherche: Sieh dir an, was die Pinterest-Suche zu deinem Thema vorschlägt, und übernimm die Begriffe in Titel und Beschreibung.
- Pins erstellen: Hochwertige Bilder oder Videos, die zu dem passen, was die Nutzer nach dem Klick finden.
- Boards pflegen: Ordne jeden Pin einem passenden Board zu.
- Messen: Sieh dir an, welche Pins Aufrufe und Klicks bringen, und baue darauf auf.
Wie viel du verdienen kannst, hängt von Nische, Klicks und Angebot ab. Rechne mit Geduld: Bis Pins Sichtbarkeit gewinnen und Besucher kaufen, vergeht Zeit. Klicks sind außerdem noch keine Verkäufe, und von jedem Verkauf bekommst du nur die vereinbarte Provision.
Kennzeichnung, Gewerbe und Steuern
Wer verdient, hat Pflichten. Bezahlte Partnerschaften musst du laut Pinterest offenlegen, etwa mit #ad oder dem Label des Tools für bezahlte Partnerschaften. Für Nutzer im EWR verlangt Pinterest einen klaren Hinweis auf den werblichen Zweck. In Österreich muss Werbung laut WKO nach § 6 ECG klar erkennbar sein.
Verdienst du regelmäßig mit Werbung, Kooperationen oder Affiliate-Links, musst du in aller Regel ein Gewerbe anmelden. Wer Produkte mit Kauflink gegen Provision bewirbt, braucht laut WKO ein Handelsgewerbe. Wer gegen Bezahlung wirbt, fällt unter Werbeagentur oder Ankündigungsunternehmen. Beides sind freie Gewerbe. Mit der Anmeldung entstehen Pflichtversicherung bei der SVS und Steuerpflicht, unter den Grenzen von 6.613,20 € Einkommen und 55.000 € Umsatz ist 2026 eine Ausnahme möglich. Neben dem Job gilt: Bei übrigen Einkünften über 730 € und einem Gesamteinkommen über 14.769 € wird eine Steuererklärung fällig. Das Gründerservice klärt deine Zuordnung.
Braucht es einen Pinterest-Kurs?
Nötig ist ein Kurs nicht, Pinterest stellt selbst kostenlose Anleitungen bereit. Wer lieber nach einem festen Ablauf lernt, findet Angebote wie Pinterest Mastery von Provi-Magnet*. Die Verkaufsseite ist im Wesentlichen eine Videoseite und wirbt mit Leads und Sales ohne Werbebudget. Den Preis und den genauen Inhalt konnten wir dort nicht lesen, getestet haben wir den Kurs nicht. Eine solche Aussage ist Werbung und sagt nichts über dein Ergebnis aus. Prüfe im Bestellformular Preis, Laufzeit und Rücktrittsrecht und setze nur Geld ein, das du auch verlieren kannst.
Content und Nische: Was auf Pinterest funktioniert
Viele Nutzer kommen mit einer konkreten Absicht: Sie planen ein Projekt, eine Feier oder einen Kauf. Pins, die dabei helfen, haben bessere Chancen als reine Werbung. Für deinen Content heißt das: klare Bilder, ein Nutzen auf den ersten Blick und eine Zielseite, die hält, was der Pin zeigt. Das gilt für Blogbeiträge genauso wie für Produkte oder Dienstleistungen.
Für Creator lohnt es sich, Inhalte in Themenreihen zu planen und aktuelle Saisonthemen früh vorzubereiten. Marken achten bei bezahlten Partnerschaften, oft Sponsored Pins genannt, vor allem darauf, ob dein Publikum zu ihnen passt. Ein Pinterest-Business-Konto zeigt dir die dafür nötigen Statistiken.
Risiken und Grenzen
- Abhängigkeit: Regeln, Reichweite und Empfehlungen ändern sich, ohne dass du Einfluss hast.
- Keine direkte Zahlung: Das Geld kommt von Partnern, Marken oder deinen Kunden.
- Passives Einkommen? Pins können lange Besucher bringen, Inhalte und Links musst du aber pflegen. Mehr dazu unter Passiv Geld verdienen.
- Kleine Beträge: Eine Provision pro Verkauf reicht erst bei vielen Klicks für einen spürbaren Betrag.
Gut ergänzen kann sich Pinterest mit einem eigenen Produkt, etwa mit einem Shop auf Etsy. Im Vergleich zu TikTok musst du dich dafür nicht vor die Kamera stellen.
Häufige Fragen
Kann ich eigene Produkte über Pinterest verkaufen?
Ja, wenn Pins auf deinen Shop führen. Verkauft wird dann dort, und beworben wird dein Produkt über Pins oder über bezahlte Pinterest-Anzeigen.
Zahlt Pinterest Geld für Aufrufe?
In seinen Anleitungen zum Geldverdienen nennt Pinterest keine Zahlung pro Aufruf. Einnahmen kommen dort von Partnerprogrammen, Marken und deinen eigenen Angeboten.
Kann man mit Pinterest ohne Follower Geld verdienen?
Grundsätzlich ja, weil Pins über die Suche gefunden werden. Eine Garantie für Klicks oder Verkäufe gibt es aber nicht.
Ist Geld verdienen mit Pinterest seriös?
Die Wege sind seriös, wenn du die Regeln einhältst und Werbung kennzeichnest. Vorsicht bei Angeboten mit schnellen, festen Beträgen.
Geht es ohne eigene Website?
Affiliate-Links kannst du direkt im Pin hinterlegen. Eine eigene Seite macht dich aber unabhängiger von der Plattform.
Fazit
Pinterest ist ein guter Kanal, um Besucher auf Angebote zu lenken, aber keine Einnahmequelle für sich. Wer eine visuelle Nische hat, nützliche Pins erstellt und ein Ziel für die Klicks besitzt, kann langfristig davon profitieren. Plane Zeit ein, halte die Regeln ein und kümmere dich früh um Gewerbe und Kennzeichnung.
Quellen
- Pinterest Create: So verdienst du Geld auf Pinterest, create.pinterest.com
- Pinterest Create: Erste Schritte mit Affiliate Links, create.pinterest.com
- Pinterest: Commercial and Branded Content Guidelines, policy.pinterest.com
- WKO: Selbständige Online Content Creator, wko.at/gruendung/online-content-creatorin
- WKO: Im Nebenberuf Unternehmer, wko.at/steuern/im-nebenberuf-unternehmer-faq
- SVS: Aktuelle Werte, svs.at